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Über Uns

Im Februar 2012 wurde der Perchtenverein „Thajagrobm Teifl“ gegründet.
Wichtiges Utensil der Perchten ist die Glocke, mit der nach populärer
Deutung der Winter – bzw. die „bösen Geister“ des Winters ausgetrieben
werden sollen. (Winteraustreiben bzw. Austreiben des alten Jahres). Der
Besuch von Perchten wird bisweilen im Volksmund als glücksbringendes
Omen hochgehalten.
Die Masken der „Thajagrobm Teifl“ stammen von der Schnitzerei
Weichenberger, Metzger, Kronthaler und Mitterer und die Perchtenfelle
unter anderem von der Firma Koch aus dem Katschtal.


Der Schmied vom Thajagraben

Durch den Ort Teufenbach fließt der Thajabach. Wenn man
entlang des Thajabaches flussaufwärts geht, kommt man in den Thajagraben.
Dieser Thajagraben ist eine enge Schlucht. Nur ein schmaler Steg führt in den
Graben hinein.

Einst stand dort eine alte Schmiede. Der Schmied, der dort
wohnte und arbeitete, war ein großer und bärenstarker Mann, dem niemand an
Kraft gleichkam. Er fürchtete weder Tod noch Teufel.

Den Ortsbewohnern war er ein wenig unheimlich und die Kinder
fürchteten sich vor ihm.

Eines Abends, es war gerade der 5. Dezember, saß der Schmied
mit einigen Dorfbewohnern im Gasthaus. Natürlich kam die Rede auf den Nikolaus
und dessen Begleiter, den Krampus.

Der Schmied prahlte: Na, der Nikolaus ist ja nur was für
kleine Kinder, aber der Bartl, der soll nur kommen zu mir! Den tät ich
gebührend empfangen! Mit der glühenden Zange tät ich ihm auf den Pelz rücken,
dass er vor lauter Angst freiwillig in die Hölle fahren wird!

Die anderen Gasthausbesucher hörten ihm schweigend zu. Nur
ein alter Mann sprach: Schmied, pass auf, dass du dich nicht versündigst! Alle
paar Jahre mischt sich nämlich der leibhaftige Teufel, der Luzifer selbst unter
die Bartln und kommt, um die Frevler zu bestrafen.

Des Schmieds Antwort auf die Warnung des Alten war
schallendes Gelächter. Bald leerte sich die Wirtsstube und auch der Schmied
machte sich auf den Heimweg. Weil ihn der Wein hungrig gemacht hatte, jausnete
er noch eine ordentliche Speckseite und einen halben Laib Brot. Gerade, als er
sich niederlegen wollte, hörte er Schritte vor dem Haus. Die Schritten kamen
immer näher. Der Schmied rief: Wer ist da? Keine Antwort. Vorsichtshalber
bewaffnete er sich mit einem schweren Hammer. Immer näher kamen die Schritte.
Plötzlich pochte es an die Stubentür und eine unheimliche Stimme rief: Schmied,
Schmied! Wer da?, rief der Schmied wieder und Angst stieg in ihm auf. Statt
einer Antwort hörte er nur ein lautes Pochen und wieder die unheimliche Stimme,
die rief: Schmied, Schmied! Der Schmied stellte sich hinter die Tür und wollte
den unheimlichen Besucher mit dem Hammer niederschlagen. Doch da flog die Tür
auf und plötzlich erfüllte Schwefelgestand den Raum. Der Schmied war wie
gelähmt.

Vor ihm stand nämlich … der leibhaftige Teufel! Er war fast
doppelt so groß wie der Schmied, hatte einen Bocksfuß und eine riesige Butte am
Rücken. Er packte den Schmied mit seinen riesigen Klauen am Kragen und sprach:
Schmied, Schmied, da Bartl pockt di mit! I Nimm di ba die Haxn und steck di in
die Kraxn. I moch den Deckl zua und schmeiß die in die Mur!

Während er das sagte, nahm er den Schmied und hob ihn auf als
ob er ein Federgewicht wäre, steckte ihn in seine Butte und ging los. Nun
wusste der Schmied, dass sich die Prophezeiungen des Alten im Gasthaus erfüllt
hatten und eine Todesangst überkam ihn. Er wusste: Lange würde es nicht mehr
dauern und sie erreichten die Mur. Plötzlich erinnerte er sich daran, dass es 3
Dinge gäbe, mit denen man den Teufel vertreiben kann: Weihwasser, ein geweihtes
Kreuz oder ein Gebet. Obwohl er seit seiner Kindheit nicht mehr gebetet hatte,
erinnerte er sich in seiner Todesangst an das Vaterunser. Laut begann er zu
beten: Vater unser, der du bist ……

Da spürte er ein Poltern, hörte einen entsetzlichen Fluch und
die Luft erfüllte sich mit Pech- und Schwefelgestank. Der Deckel der Butte
sprang auf und vom Teufel war nichts mehr zu sehen. Nur ein Spalt im Felsen
zeigte, wohin der verschwunden war. Eilig machte sich der Schmied wieder auf
den Heimweg.

Am nächsten Morgen beschloss er, in die Kirche zu gehen und
Gott für seine Rettung zu danken. Doch wie staunten die Dorfbewohner, als sie
den Schmied sahen. Über Nacht war sein Haar, das pechschwarz gewesen war,
schneeweiß geworden. Von jenem Tag an führte der Schmied ein gottgefälliges
Leben. Noch heute kannst du im Thajagraben jenen Felsspalt sehen, durch den der
Teufel verschwunden ist. Er wird seitdem der „Teufelsfelsen“ genannt.

 

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